Nach meinem Tod: Meine Brüder bereuten

Nach meinem Tod: Meine Brüder bereuten

Eirabeth · Ongoing · 11 Chapters

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About this book

Ich starb im Keller meiner Brüder – verraten von unserer Stiefschwester. Jetzt, als Geist, sehe ich, wie sie von Reue zerrissen werden. Doch ich bin nicht hier, um zu vergeben. Ich bin hier, um zuzusehen, wie ihr Leben zusammenbricht. Denn manchmal ist der Tod erst der Anfang der Rache.

Kapitel 1

Meine Stiefschwester brachte mich dazu, für ihre allergische Reaktion verantwortlich gemacht zu werden.

Meine drei Brüder sperrten mich in einen dunklen, luftlosen Keller.

Sie verriegelten die Tür, als wäre ich eine Verbrecherin.

Ich hämmerte gegen die Tür, meine Fäuste waren schwach und zitterten.

"Bitte! Lasst mich raus! Ich habe nichts getan!"

Lukas, mein ältester Bruder, der unantastbare Geschäftsmogul, stand auf der anderen Seite.

Seine Stimme war eiskalt.

"Verschone mich mit den Dramen, Lena. Es ist schlimm genug, dass du Marie ständig schikanierst."

"Aber ihr Meeresfrüchte zu geben, obwohl du wusstest, dass sie allergisch ist? Was hast du dir dabei gedacht?"

"Bleib da drin und denk über deine Taten nach."

Felix, der aufstrebende Musikstar mit seiner typischen Arroganz, beugte sich näher zur Tür.

"Spielst immer noch das Opfer, was? Erbärmlich. Damit täuschst du niemanden."

Jonas, das sogenannte künstlerische Genie, spottete.

"Immer noch so bösartig. Vielleicht bringt dich die Zeit hier unten ja zur Vernunft."

Sie warteten nicht einmal auf meine Antwort.

Stattdessen trugen sie Marie – blass und zitternd wie ein verängstigtes Lamm – zum Auto.

Sie brachten sie eilig ins Krankenhaus.

Drei Tage später kamen sie zurück.

Ich war immer noch da, oder zumindest mein Geist war es.

Ich schwebte unsichtbar, als sie das Haus betraten.

Marie schmiegte sich wie eine zerbrechliche Puppe zwischen sie.

Lukas lächelte sie an, sein Ton war sanft und voller Wärme, die er mir nie geschenkt hatte.

"Du bist eine Kämpferin, Marie. Ich bin so froh, dass wir dich rechtzeitig ins Krankenhaus gebracht haben."

Felix nickte, sein Ausdruck war ungewöhnlich zärtlich.

"Du erholst dich so schnell. Das ist eine Erleichterung."

Jonas, immer der Fürsorgliche, reichte ihr einen Teller.

"Der Arzt sagte, du musst dich gut ernähren. Das wird dir helfen, wieder zu Kräften zu kommen."

Inzwischen stand eine Hausangestellte nervös am Rand des Zimmers.

Sie rang die Hände.

Schließlich fand sie ihre Stimme.

"Ähm... Junge Herren, Fräulein Lena hat... seit drei Tagen kein Geräusch aus dem Keller gemacht."

Lukas warf ihr kaum einen Blick zu.

"Und?" Er winkte ab. "Heute ist ein freudiger Tag. Marie ist zu Hause. Versaut ihn nicht, indem du Lena erwähnst."

Die Hausangestellte zögerte, drang aber nicht weiter nach.

Felix warf ihr einen scharfen Blick zu.

"Verschwende nicht unsere Zeit. Lena schmollt wahrscheinlich, wie das verzogene Gör, das sie ist."

Jonas schnaubte.

"Sie ist nur sauer, dass sie erwischt wurde. Geschieht ihr recht."

Felix grinste hämisch.

"Ernsthaft, wer plant ein ganzes Abendessen mit Meeresfrüchten, wenn er weiß, dass jemand allergisch ist? Sie ist gestört."

"Und ich dachte, sie würde endlich versuchen, Frieden mit Marie zu schließen", fügte Jonas mit einem bitteren Lachen hinzu. "Schätze, ich habe ihr zu viel zugetraut."

Marie, immer die Heilige, klammerte sich mit zitternden Fingern an Lukas' Ärmel.

Ihre Stimme war leise und voller Zögern.

"Lena ist so lange eingesperrt... alles wegen mir. Was, wenn sie wütend ist, wenn sie rauskommt?"

Lukas wandte sich ihr sofort zu, sein Gesicht wurde entschlossen.

"Mach dir keine Sorgen um sie, Marie. Lena ist zu lange mit zu viel davongekommen. Das hat sie gebraucht. Vielleicht lernt sie jetzt, dich mit Respekt zu behandeln."